In und um Bergidum...

...dem heutigen Bierzo im Nordwesten Spaniens, pflanzten schon die alten, total vinomanen Römer vor über 2.000 Jahren Rebstöcke an, und bis heute ist El Bierzo ein lebendiges Weinbaugebiet geblieben.
Den Höhepunkt erlebte Bierzo mit dem klösterlichen Weinbau, in erster Linie der Zisterziensermönche, im Mittelalter, und seit dieser Zeit spielt der Wein eine wichtige Rolle in der Wirtschaft, die immer wichtiger wird, je weiter man sich auf dem legendären Jakobsweg dem Grabmal des Apostels Jakob in Santiago de Compostela nähert. Denn entlang dieser alten Pilgerstrasse entstanden um die Klöster Dörfer, eingebettet in von den Mönchen angelegten Rebflächen. Nachdem die Region später über lange Jahre Schauplatz blutiger Fehden zwischen dem Adel und der Krone war, erlebte sie im 17. und 18. Jh. eine kulturelle Blüte, und 1822 wurde El Bierzo, wenn auch nur für ein Jahr, zur eigenständigen Provinz erhoben.
Erst mit der Reblausplage Ende des 19. Jh. erlebte die bis dahin prosperierende Weinwirtschaft, die sich mit ihren Tropfen einen guten Namen in Galicien und Asturien gemacht hatte, einen katastrophalen Rückschlag, von dem sie sich aber Mitte des 20. Jh. in einer kraftvollen Renaissance erholte. Heute füllen die über vierzig Bodegas alljährlich über 5 Mio. Flaschen mit interessanten, teils hervorragenden Weinen, die zu den besten Spaniens zählen und von von der hier dominierenden Rebsorte Mencia und regionaltypischer Persönlichkeit geprägt sind. Weine, die auf dem besten Weg sind, sich ihren Platz in den Kellern zurück und neue Weinfreunde zu erobern.

“Die Mencia hat mehr Charakter als die französischen Starsorten Cabernet, Merlot und Syrah zusammen”, schwärmt Ricardo Pérez Palacios, der hier zusammen mit seinem Neffen Álvaro Palacios, dem aus dem Priorat!, aussergewöhnliche Weine macht. “Man muss sie nur lassen.”

Diese Rebsorte, die die Bierzo-Weine auszeichnet, wird ausschliesslich im Nordosten der iberischen Halbinsel angebaut, ist der Cabernet Franc sehr ähnlich und bringt in kühlen, etwas feuchteren Gegenden fruchtige Weine mit intensiver Farbe und kräftiger Säure hervor.

Die Lagen

El Bierzo, zwischen Galicien und Kastilien, ist ein zauberhaftes Stück Erde - in allen Jahreszeiten. Besonders aber im Herbst hat diese bergig-hügelige Region, von Norden nach Osten vom Sil durchflossen, ihren ganz speziellen Reiz.
Das Bierzo Bajo wird ausserdem von den Silnebenflüssen Rio Cúa und Rio Burbia durchzogen, an deren Ufer die Weinbauzentren Cacabelos und Villafranca del Bierzo liegen. Die etwas über 4.000 ha. Rebflächen liegen in Höhenlagen zwischen 450 und 900 m. Die Schwerpunkte des

Der Boden

Das interessante, vielfältige Terroir ist eine der ganz grossen Stärken. Von Kalk bis Schiefer,  dazu rötlich-braune, lehm- und eisenhaltigen Böden. Auf flachen Hängen herrschen Schieferböden vor, an den Flussufern sehr fruchtbare, tiefe Schwemmlandböden mit dicker Humusschicht, die mit Granit- und Schiefergeröll vermischt sind. Der Kalkgehalt dieser leicht sauren Böden ist unterschiedlich. Terrassierte Weinberge und Steillagen weisen dagegen sehr arme Böden auf schieferhaltigem Grund mit kalkhaltigem, groben Geröll auf.  

Das Klima

Ein besonders weinbaugeeignetes Mikroklima, vergleichbar mit dem Galiciens, was die Niederschläge angeht, und mit dem Kastiliens, was die Trockenheit betrifft. Ausgeglichen mild, mit über das Jahr verteilten Niederschlägen und durchschnittlicher Jahresniederschlagsmenge von über 700 mm/m2. Die niedrigen Höhenlagen schützen vor späten Frösten und Schnee, und die Lese setzt hier zumeist eher ein als in Kastilien oder Rioja. Die Tagestemperaturen liegen im Sommer bei 23,6° C., im Winter bei 12,3° C. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer beträgt 2.100-2.200 Stunden pro Jahr.

Die genehmigten Rebsorten

Rot: Mencia/Negra, Garnacha Tintorera, Tempranillo, Merlot, Cabernet Sauvignon
Weiss: Doña Blanca, Godello, Palomina, Malvasía

Die Charakteristik der Weine

Weiss -  10-13 % Vol. - Farbe: Klar brillant mit strohgelben Reflexen, insbesondere bei Godello, kräftiger mit steigendem Anteil von Doña Blanca. Nase: Ausgeprägte Primäraromen mit fruchtigem Charakter (Apfel, reife weissfleischige Früchte je nach Rebsorte) und kräuterige Spitzen. Gaumen: Geschmackvoll, mit alkoholischem Charakter, abhängig von der Cuvée.
Rosé -  11-14 % Vol. - Farbe: Blassrosa bis Erdbeerfarben, aber auch Zwiebelhaut bis zu rosigen Tönen. Nase: Erdbeer- und Himbeertöne der Mencía, die zumindest 50 % der Cuvées ausmacht. Gaumen: Leicht, frisch und mild.
Rot - 11-14 % Vol. - Farbe: Intensives Kirschrot mit lebhaften Violettnuancen. Nase: Sehr fruchtig und aromatisch, menciatypische Erdbeer-, Brombeerklänge. Gaumen: Trocken, leicht, fruchtig und starker Sortencharakter.

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Consejo Regulador D.O. Bierzo

Los Morales, 1 • E 24520 Cacabelos/León
Tel: +34 - 987 549 408 • Fax: + 34 - 987 547 077
Mail: info@crdobierzo.es • Web: www.crdobierzo.es

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