
Wo man dem Wein Kathedralen baute
In den Blütejahren der Weinwirtschaft zwischen 1910 und 1920 liessen sich die Winzergenossen-schaften eindrucksvolle Bodegas von den Stararchitekten ihrer Zeit wie Pere Domènech i Roura oder Càsar Martinell bauen wie in Barberà, L’Espluga de Francoli, Montblanc, Pina oder Sarral.
Die Geschichte des Weinbaus in dieser Region ist eine Analogie ihrer Geschichte: Spätestens die Römer pflanzten die ersten Reben und während der maurischen Herrschaft galt auch hier das strikte Alkohol- und somit auch Weinverbot des Koran. Erst nach der Rückeroberung belebte sich der Weinbau wieder.
Die Zisterziensermönche aus Santa María de Poblet und die Templer in Barberà waren die treibenden Kräfte einer Entwicklung, die Anfang des 19. Jh. ihren Höhepunkt hatte, als man Wein und Branntwein nach Nordeuropa und sogar Amerika exportierte und die ganze Region zu einer Weinmonokultur wurde, die dann Ende des 19. Jh. der gefrässigen Reblaus zum Opfer fiel. Doch die Katalanen boten ihr umgehend mit modernsten Methoden und umfangreichen Neupflanzungen reblausresistenter Stöcke die Stirn. Zwar sind die Weine aus Conca de Barberà noch weit davon entfernt, Kulttropfen zu sein, doch überraschen die Winzer mit teils aussergewöhnlichen Weinen von allererster Qualität.
Die Lagen
Im Norden der Provinz Tarragona liegt dieses rund 6.000 ha. grosse Gebiet, das vom Francoli- und Angueratal gebildet wird, umgeben von den Sierras Miramar und Cogollo im Osten, Tallat und Vilobi im Westen, Montclar, Codony und Comalats im Norden und Prades im Süden. Die Rebflächen der Gemeinden Barberà de la Conca, Blancafort, Conesa, L’Espluga de Francoli, Forès, Montblanc, Pina, Rocafort de Queralt, Sarral, Senan, Solivella, Vallclara, Vilaverd und Vimbodi liegen 350 bis 600 m. ü.M.
Der Boden
Überwiegend Kalkböden mit geringem Gehalt an organischer Materie, können eisen- und tonhaltig sein, mit charakteristisch rötlicher Färbung oder bräunlich und lockerer. Im Südwesten an den unteren Hängen des Prades kommen auch Schieferböden vor.
Das Klima
Übergangsklima von mediterranem Küstenklima, aufgrund der Meernähe milder, zum kontinentalen Klima mit kalten Wintern und heissen Sommern. Abhängig von den Höhenlagen und Geländeformen gibt es eine Reihe unterschiedlichster Mikroklimata. Der jährliche Niederschlagsdurchschnitt liegt zwischen 450-550 mm/m2, die durchschnittliche Sonnenscheindauer liegt bei 2.500 Stunden und die durchschnittliche Temperatur beträgt 13-14° C.
Die genehmigten Rebsorten
Weiss: Macabeo, Parellada, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Viognier.
Rot: Trepat, Ull de Llebre / Tempranillo, Garnatxa Tinta, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Pinot Noir, Syrah
Die Charakteristik der Weine
Weiss - 10,5-15 % Vol. - Farbe: Brillant klares Blassgelb. Nase: Fruchtig, frisch. Gaumen: Frisch, leicht, mit ausgewogenem Alkohol-Säure-Verhältnis.
Rosé - 10,5-15 % Vol. - Farbe: Klare, brillante Rosen- bis Himbeerfarbe. Nase: Würzig, mit Aromen von roten Früchten. Gaumen: Fruchtig, leicht, ziemlich frisch, mit gutem Gleichgewicht.
Rot - 11,5-15 % Vol. - Farbe: Klares Kirsch- bis Granatrot. Nase: Leicht, angenehm fruchtig. Gaumen: Mild, recht leicht und nicht sehr anspruchsvoll.
Consejo Regulador D.O. Conca de Barberà
Sant Josep, 18 • E 43400 Montblanc/Tarragona
Tel: +34 - 977 861 232 • Fax: +34 - 977 862 424
Mail: cellers@do-conca.org • Web: www.doconcadebarbera.com